Neues Buch beleuchtet deutsch-sorbische Konflikte und nennt Wege zu einem besseren interkulturellen Miteinander

Vom Image einer Minderheitensprache

Die Zweisprachigkeit der Lausitz gilt als Reichtum, Sorbisch ist als Sprache anerkannt und geschützt – doch wie sieht die Wirklichkeit aus? Die deutsch-sorbischen Konflikte um diese Sprache wurden bislang genauso verschwiegen, wie ihre Attraktivität für Deutsche bislang kein Thema war. Dr. Cordula Ratajczak hat sich in ihrem Forschungsprojekt „Sorbisch aus der Sicht Deutschsprechender“ erstmals mit den Problemen und Chancen beschäftigt, die den deutschen Umgang mit der sorbischen Sprache kennzeichnen. Die Ergebnisse wurden nun in dem Buch „Vom Image einer Minderheitensprache – Erfahrungen und Einstellungen Bautzener Schüler zum Sorbischen“ veröffentlicht. Das Buch bricht nicht nur das Schweige-Tabu und benennt interkulturelle Konflikte, Ängste und Missverständnisse, sondern möchte auch Wege zu einem besseren interkulturellen Miteinander aufzeigen.  Weitere Informationen

»Pód kšywom nakósnym/Im Land Egal« – neue, zweisprachige Prosa-Anthologie

Pód kšywom nakósnym • Im Land Egal

In der soeben erschienenen Anthologie »Pód kšywom nakósnym/Im Land Egal« hat die Herausgeberin Ingrid Hustädt Texte vereint, deren elf Autorinnen und Autoren so verschieden sind, wie es Geschichtenerzähler nur sein können. Geboren zwischen 1921 und 1987, leben sie nicht nur in der Niederlausitz, sondern auch in Sachsen und der Slowakischen Republik, und gehen recht unterschiedlichen Berufen nach, sei es als Wolfsbeauftragter, Professorin für Pflegeforschung oder Marketingmanagerin. Eines jedoch verbindet alle gleichermaßen: die Leidenschaft, Geschichten vom Leben hiesiger Menschen zu erzählen. Und wen wundert es, dass zehn Erzählungen in niedersorbischer und acht in deutscher Sprache geschrieben sind – schließlich ist Zweisprachigkeit für Menschen mit sorbischen Wurzeln eine Selbstverständlichkeit.  Weitere Informationen

Konferenzband zu Leben und Wirken von Jakub Bart-Ćišinski erschienen

Jakub Bart-Ćišinski (1856–1909) • Erneuerer der sorbischen Literatur/Wobnowjer serbskeje literatury

Der Klassiker der sorbischen Literatur Jakub Bart-Ćišinski („der Stille“) ist ein fester Bezugspunkt bei der Darstellung und Erklärung sorbischer Kultur seit der Moderne. Dem stand jedoch bislang ein begrenzter Fundus an Forschungsliteratur gegenüber, in dem aktuelle Untersuchungen und Interpretationen weitgehend fehlten. Auf einer im Oktober 2009 stattfindenden Tagung des Sorbischen Instituts zu Leben und Werk des Dichters wurden die neuesten Ergebnisse präsentiert und im nun vorliegenden Tagungsband »Jakub Bart-Ćišinski (1856–1909). Erneuerer der sorbischen Literatur«, herausgegeben von Dietrich Scholze und Franz Schön, zusammengeführt.  Weitere Informationen

»Serbska pratyja 2012« erschienen

Serbska pratyja 2012

In diesem Jahr schon im Spätsommer ist die neue „Serbska pratyja“ erschienen. Die Redaktion – Horst Adam, Adelheid Dawmowa und Bernd Melcher – hat für den traditionellen niedersorbischen Buchkalender an die 60 Beiträge von mehr 45 Autoren zusammengestellt, so dass sich die Leser auf eine unterhaltsame und abwechslungsreiche Lektüre freuen können. Im Mittelpunkt der „Pratyja“ steht diesmal das Dorf Heinersbrück.
Allen seinen Lesern bietet der Domowina-Verlag wieder seinen besonderen Service:
Neben dem normalen Verkauf gibt es ein Pratyja-Abonnement, auch als Geschenk-Abo. Wer Interesse hat, wende sich an den Domowina-Verlag (Tel. 0 35 91/57 7 264, Fax 0 35 91/57 72 07) oder an unseren Außendienstmitarbeiter in der Niederlausitz (Handy 0172/7903267).  Weitere Informationen

Bildband vom Leben mit der Kohle erschienen

Brunica – Leben mit der Kohle

Mehr als 25 Jahre hat sich der Fotografiker Jürgen Matschie dem Thema Braunkohle gewidmet. Jetzt ist sein Bildband »Brunica – Leben mit der Kohle«, welcher in eindrucksvollen Fotos den Alltag und die Feste der Menschen am Grubenrand, die Devastierung der Orte, den technischen Abbau und die Weiterverarbeitung der Braunkohle sowie die rekultivierten Flächen dokumentiert. Begleitet werden die Bilder von literarischen Texten u. a. von Volker Braun, Róža Domašcyna, Jurij Koch und Kito Lorenc.  Weitere Informationen

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