Die Domowina in der DDR

Die Domowina in der DDR
Lesung in der Smolersche Verlagsbuchhandlung am Donnerstag, den 19.August 2010 um 19:30 Uhr mit dem Autor des Buches

Aufbau und Funktion einer Minderheitenorganisation im staatlich-administrativen Sozialismus

Mehr als zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer legt Dr. Ludwig Elle, im Rahmen der Reihe Schriften des Sorbischen Instituts ein Buch vor, das sich mit der Rolle der Domowina in der DDR beschäftigt. Der 1912 gegründe Dachverband der Lausitzer Sorben wurde in dieser Zeit umfassend in die zentralistischen politischen und ideologischen Strukturen der DDR verankert und schließlich zur "sozialistischen nationalen Organisation" deklariert. Für manche Sorben war dies Grund genug, sich von der Domowina zu distanzieren, der dennoch zuletzt etwa ein Viertel der erwachsenen sorbischen Bevölkerung angehörte.  Weitere Informationen

Von A bis Z – alles, was ein Oberlausitz-Urlauber wissen will und muss

Wo Krabat das Zaubern lernte

Nicht nur, dass Krabat der Sage nach in der Lausitz sein Zauberhandwerk erlernte, auch sonst ist die Lausitz zauberhaft und zieht ihre Besucher durch ihre Landschaft und die hiesigen Sehenswürdigkeiten in ihren Bann. Im rechten Moment, zum Beginn der Urlaubzeit, ist ein neues Büchlein von Guido Erbrich, Rafael Ledschbor, Anja Pohontsch und Mirko Pohontsch – »Wo Krabat das Zaubern lernte. Unterwegs in der sorbischen Oberlausitz« erschienen.

Eine kleine Auswahl:
Bautzen/Budyšin – Scharfe Stadt und schiefer Turm • Schmochtitz/Smochćicy – Wo Napoleons schöne Spionin residierte • Göda/Hodźij – Ein Schiff schaukelt durch die Kirche • Crostwitz/Chrósćicy – Klingende Höfe im Weltmusikfestivaldorf • Ralbitz/Ralbicy – Gerechter Friedhof • Wittichenau/Kulow – Krabats Grab und seit 1639 jeden Sonntag siebenmal das gleiche Gebet  Weitere Informationen

Neues sorbisches evangelisches Gesangbuch erschienen

Spěwarske za ewangelskich Serbow

Aus Anlass des Erscheinens des ersten obersorbischen Gesangbuches vor 300 Jahren liegt jetzt ein neues evangelisches Gesangbuch in obersorbischer Sprache vor. Gemeinsam mit Mitgliedern des Sorbischen Kirchgemeindeverbandes hatte der Sorbische Superintendent Jan Mahling die Herausgabe des Gesangbuches in den vergangenen Jahren vorbereitet. Unter den 348 Gesangbuchliedern sind auch 66, die neu aufgenommen wurden. Zu den im alten Gesangbuch bisher nur mit Text aufgeführten Strophen erscheint erstmals ein Notensatz. Die letzte Ausgabe des Gesangbuches stammt aus dem Jahre 1955.  Zur Bestellmöglichkeit

Wie man seine Sprache hassen lernt

Wie man seine Sprache hassen lernt

Gewaltsame Germanisierung, Marginalisierung, versteckte und offene Diskriminierung der Sorben in Vergangenheit und Gegenwart – das Wissen darum ist lückenhaft. Der kaum geführte Diskurs über die diffizilen deutsch-sorbischen Beziehungen führt dazu, dass die gegenseitigen Vorurteile auch nach der politischen Wende von 1989/90 nicht verschwunden sind. Hier setzt der Autor Dr. Martin Walde in seinem Buch »Wie man seine Sprache hassen lernt« an und versucht sozialpsychologische und mentalitätsgeschichtliche Aspekte in den Beziehungen zwischen Mehrheit und Minderheit aufzuzeigen, die bisher nicht im Blickfeld der Öffentlichkeit standen. Dabei nimmt er den von Arnošt Muka geprägten Begriff Němcowar (Deutschsprecher) auf und zeigt, wie Sorben an der Unterdrückung der eigenen Sprache und Kultur beteiligt werden konnten und wie Aggressionen gegen das Eigene gefördert wurden – sogar im scheinbar national selbstbewussten sorbischen katholischen Milieu.  Zum Buch

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